Kreissportbund Greiz e.V.

Bürgerschaftliches Engagement/ Ehrenamt im Sport

Ein funktionierendes Gemeinwesen ist ohne den ehrenamtlichen Einsatz von engagierten Bürgerinnen und Bürgern auch im Sport nicht denkbar. Denn ehrenamtliches Engagement ist Demokratie – Demokratie ist nicht nur Ordnungsform, sondern eine Lebensweise.
Die tragende Kraft im selbstverwalteten Sport ist und bleibt das Ehrenamt. Der organisierte Sport im Landkreis Greiz ist mit Abstand der größte und bedeutendste Träger des freiwilligen Engagements.
Er bietet in vielfältig ausdifferenzierten Formen in Vereinen und Kreisfachausschüssen Menschen die Möglichkeit, sich gesellschaftlich zu engagieren und einzubringen. Ehrenamtliche Tätigkeit im Sport wird durch über 3.500 ehrenamtliche Übungsleiter/ Trainer, Betreuer sowie Organisationsleiter, Kampf-, Preis- und Schiedsrichter sowie durch die Vorstände in den Vereinen sowie Kreisfach-ausschüssen und den unzählig vielen Helfern geleistet. Im Durchschnitt leistet jeder Ehren-amtliche pro Monat 23 Stunden für seinen Verein. Dies ergibt auf den Landkreis bezogen eine Arbeitsleistung von rund 80.500 Stunden. Die monatliche Wertschöpfung aus dieser Tätigkeit lässt sich umgerechnet auf ca. 625.000,- Euro beziffern, was einer jährlichen Wertschöpfung von 7.500.000,- Euro entspricht, die der Sport für die Gesellschaft erbringt. Von den rund 1.200 Übungsleitern/ Trainern besitzen 478 eine gültige DOSB-Lizenz. Die Gesamtzahl der erworbenen DOSB-Lizenzen liegt derzeit bei 601. Die Trainer und Übungsleiter schafften durch ihr Wirken im Jahr 2014 in unzähligen Stunden mittels sportlicher Bewegung, Gesundheit, Lebensfreude, Leistungsfähigkeit, Inklusion und Migration einen unschätzbaren Wert für die Menschen in unserem Landkreis, vor allem für das wertvollste Gut was wir besitzen, für unsere Kinder und Jugendlichen. Ehrenamtliche Tätigkeit kann nicht finanziell abgegolten werden. Gerade Ehrungen und Würdigungen tragen nachhaltig dazu bei, neue Motivationen für ein weiteres Wirken zu schaffen und auch neue Mitstreiter zu finden. Ganz in diesem Sinne wurden auf der Grundlage der Ehrenordnung des LSB Thüringen und des Kreissportbundes im vergangenem Jahr besonders verdienstvolle ehrenamtliche Mitglieder der Vereinsvorstände, Übungsleiter, Kampf- und Schiedsrichter sowie ausgewählte Vereine ausgezeichnet:

  • 10 GutsMuths-Ehrenplaketten des LSB Thüringen, davon 1x in Platin, 1x in Gold, 4x in Silber und 4x in Bronze
  • 22 Ehrennadeln des Landessportbundes Thüringen
  • 26 Kurt-Rödel Ehrenplaketten des Kreissportbundes Greiz
  • 6 Urkunden des Kreissportbundes Greiz mit Nadel

Für seine besonderen Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erhielt die Privilegierte Schützengesellschaft zu Triebes 1864 e.V. anlässlich ihres Vereinsjubiläums am 04. Oktober 2014 die Vereinsjubiläumsplakette des Landessportbundes Thüringen. Zum zwölften Mal fand am 05.12.2014 im „Weißen Saal“ des Unteren Schlosses zu Greiz die zur Tradition gewordene Veranstaltung DANKESCHÖN – EHRENAMT statt. Zu dieser alljährlichen Festveranstaltung waren über 22 im Sport ehrenamtliche engagierte Frauen und Männer vom Vorstand des Kreissportbundes geladen.
Das Ehrenamt ist in seinem Bedarf - vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen noch nie so wichtig und wertvoll gewesen wie heute.                                                                              



Leistung im Sport/Talentförderung und Wettkämpfe

Leistung im Sport

Ein herausragender Stellenwert ist zweifelsohne dem Streben nach Leistungen im Sport bzw. im Wettkampfsport beizumessen, der viele Menschen in seinen Bann zieht. Die Begeisterung für leistungssportliche Wettkämpfe in unserem Landkreis aber auch auf  nationalen und internationalen
Ebenen spricht für sich. Die Bewunderung sportlicher Leistungen und das Streben nach Höchstleistungen durch Sportler, verbunden mit dem Ausloten persönlicher Leistungsgrenzen, sind jedoch nicht neu. Viele Vereine des Kreissportbundes Greiz engagieren sich im Wettkampf- und Spielbetrieb ihres Spitzen-, Landes- und Kreisverbandes und erreichten eine Vielzahl von guten bis ausgezeichnete Leistungen, die bis hin zur Teilnahme auf internationaler Ebene reichten. Unsere Athletinnen und Athleten haben mit ihren sportlichen Erfolgen bei den Meisterschaften auf den unterschiedlichsten Leistungsebenen und in den verschiedensten Altersbereichen den Landkreis Greiz, ihre Kommunen und natürlich ihre Vereine sehr bekannt gemacht. Im Jahr 2014 wurden durch sie allein bei Thüringer Meisterschaften wiederum über 200 Medaillen erkämpft. Dies stellt einen beachtenswerten Erfolg der Arbeit der Vereine mit ihren ehren- und hauptamtlichen Übungsleitern/Trainern und Helfern dar. In Anbetracht vorhandener Bedingungen für die Entwicklung leistungsorientierten Sports können wir Stolz sein auf hervorragende Leistungen der:

  • Ringer des RSV Rotation Greiz mit ihren Mannschaften
  • Radsportler aus Greiz und Radballer aus Langenwolschendorf
  • Schwimmer des 1. Schwimmklub Greiz von 1924
  • Leichtathleten sowie Reit- und Fahrsportler
  • Faustballer mit ihren Mannschaften bis in die Verbandsligen
  • Sportler des Tauchclubs Chemie Greiz und der Fechter des TuS Osterburg Weida
  • Kampf- sowie Motorsportler
  • Kegler mit ihren Mannschaften bis in die Bundesligen
  • Männermannschaft des Handball Sportverein Ronneburg
  • der Frauenmannschaft des Schachclubs „Rochade“ Zeulenroda
  • Männermannschaft im Tischtennis des Post SV Zeulenroda

Sie sind stellvertretend für die hervorragenden Leistungen und Ergebnisse der Athletinnen und Athleten unserer Sportvereine genannt. Diese erfreulichen leistungs-sportlichen Ergebnisse der Vereine des Kreissportbundes Greiz wurden möglich, weil sich die für ein hohes Niveau notwendigen Serviceleistungen auch im Jahr 2014 weiter stabilisiert und entwickelt haben.


Talentförderung


Eine wesentliche Voraussetzung für Erfolge im Nachwuchsleistungs- und Spitzensport ist eine systematische Talentsuche und Talentförderung im Sinne einer mittel- und langfristigen Begleitung. Vorrangiges Ziel dieses Prozesses ist es, viele sportlich talentierte Kinder und Jugendliche für ein
dauerhaftes wettkampf- und leistungsbezogenes Engagement im Sportverein zu gewinnen. Die mit Beschluss des Kreistages über die Sportförderrichtlinie geschaffene Möglichkeit der Förderung von talentierten Kindern und Jugendlichen in Talentförderzentren des Landkreises Greiz, welche Grundvoraussetzung für die Erfolge bilden Förderung und Entwicklung von talentierten Kindern und Jugendlichen im Landkreis Greiz inhaltlich umgesetzt und zielgerichtet weitergeführt. So wurden für den Zeitraum 2014 und 2015 weiterhin 8 Sportarten und Standorte, in Abstimmung mit dem jeweiligen Landesfachverband und Kreisfachausschuss, auf der Grundlage nachvollziehbarer Bewertungskriterien durch Befürwortung des Kreissportbundes mit Beschluss des Ausschusses Schule, Kultur, Sport des Kreistages Greiz als Talentförderzentrum des Landkreises anerkannt und berufen. Sie erhielten für die Betreuung von talentierten Kindern und Jugendlichen in den einzelnen Förderzentren und für deren anteilige Unterhaltung Zuschüsse aus dem Haushalt des Landkreises in Höhe von 21.000,- Euro. Bis zum 31.12. 2015 sind das die Sportarten: Ringen, Radsport, Tischtennis, Fechten, Fußball, Handball, Leichtathletik und Schwimmen.

                                                                                       Wettkämpfe

Unsere Sportvereine und Fachausschüsse ermöglichen allen Menschenmit ihren sportlichen und außersportlichen Angeboten eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Unter ihrer Verantwortung beteiligen sich jährlich viele tausend Mitglieder am regelmäßigen Wettkampf- und Spielsystem in über 50 Sportarten. Nahezu ganzjährig wird in diesen Sportarten für die verschiedensten Alters- und Leistungsstufen ein durchgängiges Wett-kampf- und Spielgeschehen organisiert, das die Basis und zugleich Bestandteil des Nachwuchssports darstellt. Es ist auch ein Hauptmotiv für eine regelmäßige und kontinuierliche sportliche Betätigung. Parallel zum kontinuierlichen Wettkampf- und Spiel-system wurde im Landkreis Greiz eine Vielzahl an internationalen und nationalen Wettkämpfen organisiert und ausgetragen. Neben den bereites etablierten Großveranstaltungen, wie der Thüringen-Rundfahrt der Frauen, dem Köstritzer Werfertag, das Zeulenroda-Meeting in der Leichtathletik, die Mitteldeutschen Reitertage, die Reit- und Springturniere in Sorge-Settendorf und Wolfersdorf, der Osterburg-Pokal im Fechten, die Osterburg-Rallye der Tourenwagen und die Greizer Straßen-läufe, um nur einige zu nennen, gab es auch Thüringer Meisterschaften in einzelnen Sportarten. Premiere feierte im Jahr 2014 die Vogtland Challenge im Crosstriathlon in Zeulenroda.



Breiten,- Gesundheitssport und Sport der Älteren

Die wichtigste Säule und wohl auch das tragende Fundament des Sports ist der Breitensport. Er integriert alle sportlichen Aktivitäten die vom Grundsatz her, der körperlichen Fitness sowie dem Ausgleich von Bewegungsmangel und dem Spaß am Sport dienen. Eine Vielzahl von Vereinen des Kreissportbundes
Greiz findet hier seine Daseinsberechtigung und bietet den Vereinsmit-gliedern ein abwechslungsreiches und vor allem ein vielfältiges Angebot. Zugleich ist dieser Bereich insbesondere regional, lokal „identitätsstiftend“ und prägt die öffentlichkeitswirksame Darstellung des Sports in den Print- und elektronischen Medien. Sie erfreuen sich eines regen Zuspruchs und großer Resonanz bei den Zuschauern. Im Breitensport haben viele Veranstaltungen jahrzehntelange Traditionen, andere sind gerade erst aus der Taufe gehoben worden.
Folge des qualitativen und quantitativen Wachstums an Teilnehmern und Inhalten im Breitensport ist eine zunehmende Komplexität der Aufgaben und spezifischen Angebote für die Allgemeinheit sowie die Notwendigkeit der Einflussnahme auf die politischen strukturellen Rahmenbedingung.

                                                  Gesundheitsnetzwerk Landkreis Greiz - Rezept für Bewegung

Fitness, Wellness und Gesundheit sind die Schlagworte unserer Zeit. Insbesondere der Gesundheit wird eine stetig wachsende Bedeutung beigemessen, sowohl von Seiten der Politik, als auch von den Menschen selbst. Demgegenüber steht die Zahl derer, die an Übergewicht und daraus resultierenden Folgeerkrankungen leiden. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass bereits 43% aller deutschen Frauen und 62 % der deutschen Männer übergewichtig sind. Zunehmend sind auch Kinder und Jugendliche davon betroffen. Übergewicht ist Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck sowie Gelenkbeschwerden.
Die genannten Erkrankungen belasten unser Gesundheitssystem jährlich mit mehreren Milliarden Euro. Körperliche Aktivität und ein gesunder Lebensstil sind dabei nachweislich die effektivsten Maßnahmen, um der massiv wachsenden Zahl übergewichtiger Menschen in allen Generationen entgegenzuwirken. Dazu bedarf es qualifizierter Angebote vor Ort, Verbreitung des Qualitätssiegels SPORT PRO GESUNDHEIT mit den zertifizierenden Sportvereinen, um den Betroffenen den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite benötigen wir effektive Strukturen und Instrumente, um Betroffene nachhaltig zu Gesundheitsförderung durch Bewegung zu motivieren und den Weg in ein Angebot zu erleichtern. Hierfür war es notwendig ein Netzwerk „Gesundheit und Bewegung“ ins Leben zu rufen.
Dieses, im Dezember 2009 in Greiz unter der Moderation und Koordinierung des Kreissportbundes Greiz gegründet, sollen gemeinsame Projekte, allem voran das Projekt „Rezept für Bewegung“, initiieren, planen und umsetzen. Ein weiteres Produkt der Regionalen Netzwerke Sport und Gesundheit ist der regionale Wegweiser für Gesundheit und Bewegung, in der alle gesundheitsorientierten Bewegungsangebote im jeweiligen Landkreis aufgeführt sind, um sie der Bevölkerung transparent und zugänglich zu machen.
Im Jahr 2014 lag der Fokus auf der weiteren Angebotsentwicklung und der Konsolidierung der Kooperationen. „Weiße“ Flecken im Landkreis Greiz wurden aktiv angegangen und Vereine für die Arbeit im Bereich Gesundheitssport gewonnen. Eine weiterführende Unterstützung bereits aktiver Vereine erfolgte, so dass sich hier „Vereinszentren“ die als Gesundheitspartner agieren, etablierten.
Aktive Vereine, sowie Qualitätszirkel für im Gesundheitsbereich tätige Übungsleiter tragen zur Steigerung der Angebotsqualität bei. Insgesamt konnte mit 264 Gesundheitssportangeboten ein starkes Wachstum des Bereichs Gesundheitssport im Landkreis Greiz ermittelt werden. Dieses Wachstum stützt sich derzeit auf die intensive und professionelle Arbeit weniger Vereine, die der Kreissportbund Greiz als „Vereinszentren“ mit Modellcharakter unterstützen und entwickeln möchte, so dass eine flächendeckende Angebotsentwicklung möglich wird. Die derzeit stark entwickelten und etablierten Vereinszentren liegen in Weißendorf (Raum Zeulenroda-Triebes/ Turnverein Weißendorf e.V.), in Greiz (Friends e.V. Greiz), in Weida (Zentrum für Reha- und Gesundheitssport e.V.), in Bad Köstritz (LAV Elstertal Bad Köstritz) und in Ronneburg (Seniorensportgemeinschaft Ronneburg).

Der Turnverein Weißendorf e.V. und Friends e.V. in Greiz haben bereits ein eigenes, funktionierendes Gesundheitsnetzwerk gegründet, welches mit Ärzten, Selbsthilfegruppen und Krankenkassen als Partnern vor Ort hervorragend zusammenarbeitet, was das starke Wachstum der Mitglieder und Angebote in beiden Vereinen beweist. Ähnliche Prozesse sollen zukünftig auch in anderen Regionen etabliert werden. Gegenwärtig sind 28 Angebote der Vereine mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet. Weiterhin haben sich die zertifizierten Reha-Sportgruppen von 86 auf 104 erhöht.
                                                                    

Sport der Älteren/Sport der Generation 50 Plus

Unsere Bevölkerungsstruktur verändert sich: Während die Geburtenrate auf niedrigen Niveau stagniert, steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. Dabei verändert sich auch das Altersbild.
Wo man es sich früher im Ruhestand bequem machte, ist für die Älteren heute Aktivität und Engagement angesagt. Bewegung macht Spaß, schenkt Erfolgserlebnisse und bringt gleichgesinnte Menschen zusammen. Schwitzen, den Kreislauf auf Trab bringen und die ganze Energie des Körpers spüren, all dies ist außerordentlich gesund für den Körper und den Geist – in jedem Alter. Dabei ist der Sportverein die beste und preiswerteste Altersvorsorge, die es in unserer Gesellschaft gibt. Gesund bleiben, gemeinsam mit Gleichgesinnten die Freizeit verbringen, etwas leisten, das sind wichtige Motive für das Sporttreiben bis ins hohe Alter. Das Bild einer aktiven älteren Generation wird durch Aktivitäten von Sportvereinen geprägt.

Ein Blick in unsere Sportvereine zeigt auf, wo ältere Menschen traditionell am stärksten vertreten sind. Seit unserer letzten Jahreshauptversammlung haben sich 152 Männer und Frauen über 50 Jahre in Übungs- und Trainingsgruppen neu organisiert. Heute sind es 5.830 Mitglieder. Friends e.V. Greiz mit 528 Mitgliedern gibt uns das beste Beispiel dafür, dass sich ältere Menschen in der Gemeinschaft des Sports geborgen fühlen. Um den Sport mit Älteren im Landkreis publik zu machen, setzte der Kreissportbund im vergangenen Zeitraum auf Kommunikation und Medien. So wurden u. a. Flyer und Angebotshefte zu Sportangeboten 50 Plus herausgegeben und bei Gesundheitsmessen an Interessierte verteilt. Die Generation 50 Plus ist die Zielgruppe mit dem höchsten Wachstumspotential der nächsten Jahre in den Sportvereinen.
 

                                                          Deutsches Sportabzeichen – die Fitnessmedaille

Das Deutsche Sportabzeichen ist die renommierteste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und einmalig durch seine Vielseitigkeit. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination - so lauten die Anforderungsprofile für eine erfolgreiche Sportabzeichenprüfung. Es ist das einzige staatliche
Ehrenzeichen weltweit, das für sportliche Leistungsfähigkeit und überdurchschnittliche Fitness verliehen wird und somit Ordenscharakter hat. Das Deutsche Sportabzeichen verknüpft in idealer Weise die Tradition einer 100-jährigen Geschichte mit der Fitness-Idee unserer modernen Gesellschaft.
Die laufenden Veranstaltungen sowie die Anzahl der Sportvereine und Schulen, die regional durchgeführten Sportabzeichenfeste bzw. -veranstaltungen zeigen ebenfalls, dass das Sportabzeichen weiter im Trend liegt. Darüber hinaus ist durch die klare Strukturierung des Leistungskataloges ersichtlich, dass sich auch Familien der Ablegung des Abzeichens stellen. Hierbei kann festgestellt werden, dass sich die Anzahl der abgelegten Sportabzeichen zum Vorjahr erhöht hat. Im Jahr 2014 nahmen 6 Vereine aus dem Landkreis teil und erwarben 270 Sportabzeichen. Vor allem der LAV Elstertal Bad Köstritz und der LV Einheit Greiz zeigten hierbei großes Engagement. Es konnte festgestellt werden, dass eine Vielzahl von Sportvereinen im Kreissportbund Greiz noch nicht konsequent von diesem Projekt Gebrauch macht. Ziel wird es daher sein, dass Sportabzeichen als ein dauerhaftes gesundheitsorientiertes Angebot noch stärker als bisher in der Vereinsarbeit zu etablieren. Es ist für Jung und Alt ein nach wie vor beliebtes Ehrenzeichen.

Sportabzeichenwettbewerb in Schulen


Der Sportabzeichen-Schulwettbewerb wird seit vielen Jahren im Rahmen einer abgeschlossene Vereinbarung zwischen LSB Thüringen, dem „Thüringer Bildungsministerium“ und der BARMER GEK für alle Schülerinnen und Schüler im Freistaat Thüringen durchgeführt. Ziel dieses Wettbewerbes ist es, den
Bekanntheitsgrad dieses Abzeichens in Thüringen zu erhöhen und die Schüler für die Teilnahme an diesem anspruchsvollen Fitnesstest zu motivieren. Jedoch wurde die Vereinbarung durch die BARMER GEK zum Ende des Jahres 2013 gekündigt. Im Jahr 2014 konnte weder bundesweit noch in Thüringen ein neuer Förderer gefunden werden. Auch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissen-schaft und Kultur gab hierfür eine Absage. In Anbetracht dieser Tatsache konnte der Wettbewerb für Thüringer Schulen nicht durchgeführt werden. Dennoch erhalten die Schulen die erfolgreich abgelegten Sport-abzeichen weiterhin kostenfrei. Umso erfreulicher ist es, dass trotz dieser Tatsache in einigen Schulen im Landkreises Greiz im Rahmen von Aktionen und Projekten das Schulsportabzeichen abgelegt wurde. Die Datenerfassung der abgelegten Schulsport-abzeichen erfolgte 2014 erstmalig durch den Kreissportbund. In Auswertung dieser vorliegenden Statistik wurden durch 5 Schulen insgesamt 211 Schülersportabzeichen abgelegt.
Jedoch ist zu erkennen, dass die Anzahl der erworbenen Sportabzeichen und der teilnehmenden Schulen zum Vorjahr rückläufig sind. Ob der Rückgang im Zusammenhang mit der Beendigung des finanziellen Engagements der Barmer GEK steht, ist nicht auszuschließen.


                            Kinder- und Jugendsport                                
    

Allen Kindern die Chance auf Bewegung, Spiel und Sport zu ermöglichen, um gesund aufwachsen zu können, gehört zu den Hauptanliegen der Kreissportjugend. Ziel ist es, die Bewegung und sportlichen Aktivitäten als Ausgangspunkt und Grundlage für die weitere kognitive, soziale und gesundheitliche
Entwicklung nachhaltig zu beeinflussen. Sport und Bewegung sind für das
Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Erfahrungsfeld für eine positive Persönlichkeits- und Gesamtentwicklung. Erfolgsfaktor hierfür ist ein funktionierendes Netzwerk bestehend aus dem Kreissportbund mit seiner Sportjugend, den Vereinen und Kooperationspartnern Kindertagesstätten mit deren Erzieherinnen und Erziehern, den Schulen mit ihrer Sportlehrerschaft sowie weiteren Partnern der Gesellschaft.
Ein wichtiges Arbeitspapier ist das Strategiekonzept Kinder- und Jugendsport des LSB Thüringen, welches im November 2013 durch die Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Mehr Sport und Bewegung in das Leben der Kinder zu bringen gelingt am Besten, wenn Angebote dorthin gebracht werden, wo die Kinder ihren Alltag verbringen.
Eine weitere wesentliche Ausrichtung ist die Erweiterung des Sportangebotes für Mädchen. Stabile Trainings- und Wettkampfformen, die Entwicklung und der Ausbau des Angebotes für Mädchen und junge Frauen in den Vereinen oder spezielle Veranstaltungen wirken hierbei besonders effektiv. Im Jahr 2014 trieben insgesamt 2.769 Kinder und Jugendliche in den Altersbereichen bis 18 Jahren Sport in den Vereinen. Dabei wird eine Untergliederung in die Altersbereiche bis 6 Jahre, 7 – 14 Jahre und 15 – 18 Jahren in der Mitgliederstatistik vorgenommen, die im nachfolgenden Text in einigen Bereichen betrachtet wird.

Besonderes Engagement im Kinder- und Jugendsport zeigen Vereine in folgenden Sportarten:

  • Fußball (1.320 Mitglieder)
  • Leichtathletik (371 Mitglieder)
  • Schwimmen (213 Mitglieder)
  • Handball (207 Mitglieder)
  • Reit- und Fahrsport (196 Mitglieder)

Der Organisationsgrad bei den 5- bis 6-jährigen lag im vergangenem Zeitraum bei 22,8 Prozent und konnte dadurch auf einem guten Niveau gehalten werden. Bei den 7- bis 14-jährigen lag dieser bei 45,5 Prozent. Somit erreichen die Vereine in diesem Altersbereich bereits annähernd jedes zweite Kind im Landkreis Greiz. Einige von ihnen liegen zum Teil über diesem Wert. Überdurchschnittlich gute Kennziffern in diesem Altersbereich weisen die Vereine ASC Ronneburg, 1. Schwimmklub Greiz v. 1924 und SV Blau-Weiß Auma auf. Im Altersbereich 15 bis 18 ist weiterhin ein Abwärtstrend in den Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Neben den allgemein bekannten Ursachen, die vor allem auch in der Neuorientierung des Freizeitverhaltens und der Ausrichtung für die spätere Lebensplanung zu suchen sind, sind die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in unserem ländlich geprägten Landkreis sehr deutlich sichtbar. Ausgehend hiervon wurden in den letzten Jahren die Projekte Kita - Sportverein, Schule - Sportverein oder außerunterrichtliche Angebote im Rahmen der Hortbetreuung unter der Kurzbezeichnung „Kommunalisierung der Horte“ kontinuierlich ausgebaut, um ein qualitativ hochwertiges Angebot zur Bewegungsförderung von Kindern zu schaffen.

Im Zeitraum 2014/2015 werden folgende Kooperationsmaßnahmen durchgeführt:

  • 33x Kita-Sportverein
  • 70x Schule-Sportverein
davon
  • 38x Grundschule
  • 20x Regelschulen
  • 6x Gymnasien
  • 6x Förderschulen/Förderzentren.

Im Bereich des Modellversuches „Kommunalisierung der Horte“ wurden im Schuljahr 2013/2014 insgesamt 39 Projekte von 19 Vereinen mit Grundschulen realisiert. Insbesondere sind die 13 bisher mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten „Bewegungsfreundlichen Kindertagesstätten“ in unserem Landkreis bewährte Projekte der frühkindlichen Bildung und Bewegung. Im vergangenen Jahr haben die Kindertagesstätten „Juri Gagarin“ in Greiz-Pohlitz und „Zur Märchenbuche“ in Caaschwitz eine Verlängerung des Qualitätssiegels erhalten.
Ein weitererer wichtiger Baustein zur sportlichen Betätigung sowie Spaß an Sport und Spiel zu finden oder mit Gleichaltrigen seine Leistungen zu messen sind die Kreisjugendspiele, als größter sportlicher Kinder- und Jugendwettbewerb des Landkreises. Diese wurden im Jahr 2014 in 22 Sportarten mit über 2.264 Kinder und Jugendlichen erfolgreich durchgeführt. Auch dazu gehören die Sport- und Freizeitwochen in den Winter- und Herbstferien, das alljährlich stattfindende Fußballturnier für Schulmannschaften um den „Rudi-Geiger-Pokal“ sowie viele weitere Angebote, wie der Tischtennis Juniorcup, die Minimeisterschaften in Weida und das „Fette Reifen Rennen“ in Greiz.

Kinder und Jugendliche brauchen also ein Umfeld, das sie in Bewegung bringt und hält. Um die vielfältigen Bildungsprozesse und Projekte durch Bewegung, Spiel und Spaß anregen, fördern und begleiten zu können, benötigen Übungsleiter, Jugendleiter, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer Motivation und Empfehlungen. Notwendig hierbei ist es, sich mit Bildungsangeboten, wie Juleica- und Übungsleiterausbildung, Fachtagungen und spezifischen Themen auseinander zu setzen, um mit neuen Ideen die Arbeit für und mit Kindern sowie Jugendlichen erfolgreich fortzusetzen und wirkungsvoll gestalten zu können.


Themenjahr „Sport bewegt.“ 2014

Nach 2009 initiierten der Landessport Thüringen und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der Unfallkasse Thüringen, dem Sportlehrerverband -LV Thüringen- und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien das Jahr des Schulsports unter der Themenbezeichnung „Sport bewegt.“ 2014.
Die speziell dafür erstellte Webseite www.themenjahr-bildung.de informierte über alle Aktivitäten im Land. Die Startveranstaltung für das Staatliche Schulamt Ostthüringen fand im Rahmen des 17. Ostthüringer Sportlehrertages am 11. März in der „Ostthüringenhalle“ in Schmölln statt. Auch im Landkreis Greiz wurden eine Vielzahl an Projekten sowie Themenveranstaltungen durchgeführt. Zu nennen sind beispielsweise das „Rudi Geiger Turnier“ für Schulmannschaften, welches in Thüringen seines Gleichen sucht, die Tigerolympiade der Grundschulen, das BARMER GEK Grundschulsportfest in der Leichtathletik, an dem 14 Schulen mit rund 330 Schülerinnen und Schülern teilnahmen und der Schwimmcup für Regel- und Förderschulen sowie Gymnasien. Insgesamt fanden im Landkreis Greiz 39 Veranstaltungen mit 3.657 Schülerinnen und Schülern statt. Eingebettet in das Themenjahr waren die bereits erwähnten Kreisjugendspiele des Landkreises Greiz, die Sport- und Freizeitwoche in den Sozialräumen und das Projekt „Bewegungsfreundliche Schule“. Dazu zählen Projekte zur bewegten Pause, zum bewegten Unterricht, zusätzliche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote und Kooperationen, Elternarbeit und thematische Fortbildungen. Einer der 10 Thüringer Preisträger 2014 kam aus unserem Landkreis, die Staatliche Grundschule Auma.
Zu den Kreisfinals „Jugend trainiert für Olympia“ trafen sich mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, um ihre Kräfte in fairer Art und Weise zu messen, aber auch um sich für das Regionalfinale in den einzelnen Sportarten zu qualifizieren. Als Abschluss des Themenjahres „Sport bewegt.“ fand am 13. Dezember 2014 im Erfurter Augustinerkloster eine Ehrungsveranstaltung für Lehrer und Erzieher sowie Sonderpädagogische Fachkräfte statt, die sich in besonderem Maße im Sport engagieren. Aus dem Landkreis Greiz wurden Peter Marx (Schulleiter der Regelschule Seelingstädt), Michael Fritsch und Andreas Kotsch (beide Lehrer des Gymnasiums „Georg-Samuel-Dörffel“ Weida) diese Ehrung zu Teil.


                Integration durch Sport                               
     

Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, gleichberechtigte Teilhabe für alle in sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen zu ermöglichen, indem sie bzw. er seine Fähigkeiten für ein Zusammenleben in Respekt für die anderen und in
Anerkennung von Unterschieden, unabhängig von seinen sozialen, kulturellen oder ethnischen Herkunft einbringt.
Der Sport unterstützt mit seinem Programm „Integration durch Sport“, als ein Teilbereich unserer Gesellschaft, diese Bemühungen seinen Möglichkeiten entsprechend und kann in dieser Entwicklung eine führende Rolle einnehmen. Das Engagement und Zusammenspiel aller Menschen, ob Zugewanderte oder Einheimische, sowie aller privaten und öffentlichen Institutionen gestalten den gesellschaftlichen Integrationsprozess und bestimmen maßgeblich dessen Erfolg. In Anbetracht der gesellschaftlichen Veränderungen mit gravierenden sozialen und kulturellen Wandlungsprozessen in Deutschland hat der Sport im Landkreis Greiz auf diesem Sektor die Neubestimmung vorgenommen und stellt sich offensiv den Herausforderungen. Die viel verbreitete Meinung, „Vereine dienten nur dem Eigennutz ihrer Mitglieder“, wurde durch die Umsetzung der Integrationsprogramme widerlegt. Dies hat in einigen Sportvereinen zu einer Öffnung und Akzeptanz für Migranten aller Art und die Teilhabe von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlicher geführt. Auch im Jahr 2014 stand der weitere Ausbau von Angeboten durch die Sportvereine im Vordergrund. Neben dem Verein Migration Integration Weida e.V. (MIG e.V.) und dem Hainberger SV, hat sich der RSV Rotation Greiz als einer der 32 Thüringer Stützpunktvereine in diesem Programm etabliert. Sie engagieren sich in besonderem Maße für Menschen mit Migrationshintergrund durch kontinuierliche Angebote, aber auch durch Tagesveranstaltungen bzw. Turniere, wie dem Projekt „Bunt kickt gut“.
Die Erklärung des Thüringer Sports in seiner Gesamtheit zu Extremismus und Gewalt sowie zu Kinderarmut und Sport ist Grundlage dafür, die Angebote und Maßnahmen auch in den kommenden Jahren zur Unterstützung der Integrationsarbeit der Vereine des Kreissportbundes Greiz weiter zu qualifizieren.



Frauen im Sport/Gleichstellung im  Sport

Frauen sind eine große Chance für den Sport, sei es als aktive Sportlerinnen, Trainerinnen oder Ehrenamtliche in den Sportvereinen und Kreisfachausschüssen des Kreissportbundes. Daher war und ist es eine konkrete Zielsetzung der Arbeit des Kreissportbundes, einen Beitrag zur Gleichstellung von
Frauen und Männern im Sport zu leisten und eine adäquate Partizipierung von Mädchen und Frauen auf allen Ebenen des Sports durchzusetzen.
Unsere Bemühungen sind darauf gerichtet, die Anzahl der weiblichen Sporttreibenden in den Vereinen von derzeit gut einem Drittel weiter zu steigern und den interessierten Frauen Möglichkeiten aufzuzeigen, sich auch in den Führungsebenen der Vereine und Kreisfachausschüsse weiter zu etablieren, um besonders die Interessen der Mädchen und Frauen noch besser wahrnehmen und vertreten zu können. Insbesondere müssen wir den Grundwerten der Satzung des Kreissportbundes zur Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern weiter gerecht werden.

Weibliche Mitglieder in den Vereinen des Kreissportbundes Greiz

In den Vereinen und Kreisfachausschüssen ist auch weiterhin erkennbar, dass der positive Trend sowohl in der weiblichen Mitgliederentwicklung als auch in der spezifischen Frauenarbeit in den Vereinen weiter anhält. Im Jahr 2014 konnten zusätzlich 550 Mädchen und Frauen für eine Mitgliedschaft im Sportverein gewonnen werden, was auch auf die konsequente Entwicklung eines umfangreichen Fitness- und Gesundheitssportprogramms zurückzuführen ist. Der Anteil an weiblichen Mitgliedern hat sich 2014 auf insgesamt 6.571 erhöht. Dies zeigt, dass die im Arbeitsplan des Kreissportbundes Greiz festgeschriebenen Aufgaben und Strategien erfolgsorientiert sind. Der Frauen- und Mädchenanteil an der Gesamtmitgliederzahl gemessen beträgt nunmehr rund 40 Prozent.
Die gewonnenen Ergebnisse aus den drei vergangenen Frauensportaktionstagen in Greiz und Weißendorf mit steigenden Teilnehmerzahlen haben uns bewusst werden lassen, welchen Weg wir zukünftig gehen müssen.
Im Vordergrund dabei standen die Analyse und Bewertung der Situation von Mädchen und Frauen in verschiedenen Bereichen des Sports, der Förderung von Frauen im Sport hinsichtlich finanzieller Möglichkeiten und Bereitstellung von geeigneten Sportstätten sowie Übungsräumen und Angeboten.
Die Schaffung gleichberechtigter Bedingungen und Teilhabe für Frauen und Mädchen im organisierten Sport, Durchsetzung der Mitbestimmung von Frauen und Mädchen auf allen Ebenen des Sports im Landkreis Greiz, Aufnahme und Pflege von Kontakten zu anderen gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen, steht hierbei im Vordergrund des Handelns.

Gemeinsam an die Spitze“- Frauen in Führungsebenen des Sports    
            

Der Kreissportbund mit seinen Vereinen und den Kreisfachausschüssen engagiert sich im Rahmen der Strategie des DOSB „Gemeinsam an die Spitze!“ und des LSB Thüringen für eine Organisationskultur, in der Frauen und Männer ihre Potenziale und Kompetenzen gleichberechtigt auf allen Führungsebenen
des organisierten Sports im Landkreis Greiz entfalten und einbringen können. Denn wir können es uns weder im Sport noch in anderen gesellschaftlichen Bereichen leisten, auf das Engagement und die Ideen der Frauen und damit auf den Einsatz von 50 Prozent der Bevölkerung zu verzichten. In diesen Bezug bestehen positive Tendenzen. Jede dritte Vorstandsfunktion wird durch eine Frau ausgeübt. Dieser positive Trend in den Vereinen ist dadurch gekennzeichnet, dass im Jahr 2014 die Anzahl der weiblichen Vereinsvorsitzenden 26 Frauen, die der stellv. Vereinsvorsitzenden 41 und die weiblichen Schatzmeister auf 99 Frauen beträgt.
Auch der Vorstand des Kreissportbundes Greiz stellt sich dieser Aufgabe und Notwendigkeit. Von insgesamt 12 gewählten Vorstandspositionen werden 4 von den Frauen mit hohem Engagement und Kompetenz getragen, welches einen Frauenanteil von 33 Prozent ergibt. Bei der Ausbildung von Übungsleitern und Trainern konnte im vergangenen Zeitraum eine Steigerung der Teilnahme von Mädchen und Frauen erreicht werden.
Nahmen im Jahr 2012 noch 14 Frauen und Mädchen an den Grundlehrgängen zum Übungsleiter/Trainer teil, konnten 2014 insgesamt 22 Teilnehmerinnen erfolgreich die Ausbildung abschließen. Sieben von ihnen erwarben danach eine Übungsleiter C- Lizenz des DOSB.

Aktion „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns!“

Nicht abseits stehen – mitmachen! „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns“: Unter diesem Motto riefen auch 2014 der Kreissportbund Greiz, die mitwirkenden Vereine sowie die Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte des Landkreises Greiz, das Frauenhaus Greiz und der Weiße Ring im Rahmen einer
Regionalen Aktion auf.
Vom 24. bis 28. November 2014 konnten Frauen und Mädchen in Schnupperkursen, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen ihr Selbstwertgefühl, ihr Selbstvertrauen und ihre Verteidigungsbereitschaft stärken. Frauen und Mädchen werden dadurch motiviert, Übergriffe sich zur Wehr zu setzen. Egal ob körperliche oder sexualisierte Gewalt, ob in der Partnerschaft, auf der Straße oder in der Sporthalle: bei uns ist kein Platz für Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen. Bei uns gilt Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen. Wir wollen Frauen und Mädchen den Rücken stärken und laden ein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung unter fachlicher Anleitung auszuprobieren. Sport kann wirkungsvolle Hilfen bei der Prävention und Intervention gegen Gewalt an Frauen und Mädchen anbieten.

In den nachfolgenden Orten des Landkreises Greiz wurden an diesen Tagen durch Vereine -AKTIONEN- gestartet:

  • Greiz:   1. Greizer Karate-Dojo und Asiatisches Bewegungszentrum Zeulenroda
  • Ronneburg:   ASC Ronneburg, Abt. Judo
  • Zeulenroda:   Asiatisches Bewegungszentrum Zeulenroda
  • Langenwolschendorf:   Sportgemeinschaft Langenwolschendorf, Abt. Wushu
  • Bad Köstritz:   TSV Elstertal Bad Köstritz, Abt. Kampfsport



Aus- und Fortbildung

In der bildungspolitischen Debatte rücken aufbauend auf das UNESCO-Konzept zunehmend die Potenziale des lebenslangen Lernens in den Fokus. Qualifizierung! Die Forderung nach qualifiziertem Personal ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu hören. Die Bereitschaft eines jeden Einzelnen

zum lebenslangen Lernen wird als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung moderner Wissensgesellschaften gesehen. Sport und Bildung haben in vielfältiger Weise miteinander zu tun. Sport bildet, weil er Werte vermittelt. Im gemeinwohlorientierten Sport ist es unerlässlich, dass qualifizierte Engagierte die Grundlage für eine positive Mitgliederentwicklung bilden. Wer Mitglieder gewinnen und binden möchte, braucht aus- und fortgebildete Trainer/innen, Übungsleiter/innen, Vereinsmanager/innen und Jugendleiter/innen. Der Ruf nach qualifizierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fällt auf einen fruchtbaren Boden, denn der Kreissportbund Greiz bietet mit dem einzigartigen Qualifizierungssystem des DOSB und des LSB Thüringen beste Möglichkeiten, dass jeder und jede Interessierte das passende Angebot findet. Hierdurch vermittelt und organisiert er Wissen und Kompetenzen und fördert die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung von Menschen im Sport. Der Kreissportbund verfolgt ein umfassendes Verständnis von Bildung, Erziehung und sonstigen Maßnahmen zur Förderung und Entwicklung von ehrenamtlich und hauptberuflich im Sport engagierten Menschen. Dies ist unmittelbar mit der Bereitschaft zur Qualifikation verbunden. Maßgeblich gilt dies für den Trainer, Übungs- sowie Jugendleiter. Vorrangig wurde das Augenmerk auf die Lizenzausbildung und die erforderliche Weiterbildung /-qualifizierung gerichtet.

 
Durchgeführt wurden im Jahr 2014:

  • 1x Schulung für Vereinsvorstände zum Thema Finanzen und Steuern mit 16 Teilnehmern
  • 2x Übungsleiter-Grundlehrgänge mit 31 Teilnehmern
  • 1x Lizenzausbildung zum Übungsleiter C im Breitensport mit 12 Teilnehmern
  • 1x Fortbildung für Übungsleiter C im Breitensport mit 36 Teilnehmern
  • 1x Ausbildung zur Jugendleitercard mit 12 Teilnehmern
  • 1x Fortbildungsmaßnahme – Prävention 2. Lizenzstufe mit 25 Personen
  • 8x Stützpunktveranstaltungen mit Vereinsvorständen mit 150 Teilnehmern als Fortbildung in den Regionen des Landkreises Greiz
  • 1x Ausbildung für Kampfrichter in der Leichtathletik mit 14 Teilnehmern
  • 1x Schulung zur Abnahmeberechtigung für das Sportabzeichen mit 44 Personen
 
Mit diesen einzelnen Qualifizierungsmaßnahmen wird unseren Partnern in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft aufzeigt, welch weitreichende Bildungspotenziale im nonformalen Setting des gemeinwohlorientierten Sports vorhanden sind, verbunden mit dem Wunsch, dass dies in der bildungspolitischen Diskussion zukünftig mehr Beachtung findet.  



Sportstätten und Umwelt, Klimaschutz

Sportstätten

Sport ist ohne geeignete nachhaltige Sportstätten nicht denkbar. Der organisierte Sport setzt sich daher für eine bedarfsgerechte Sportstättenentwicklung ebenso ein wie für einen zeitgemäßen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz im und durch Sport. Die Sportentwicklung steht gegenwärtig vor einer  Vielzahl von
Herausforderungen.
Der demographische Wandel, Werteveränderungen, schulpolitische Entwicklungen, geringere öffentliche Finanzen und weitere gesellschaftspolitische Entwicklungen fordern den Sport und seine Akteure auch im Landkreis Greiz heraus, eröffnen aber auch neue Gestaltungs-möglichkeiten. In diesem Zusammenhang tritt eine der zentralen Grundlagen und Ressourcen des Sports, die Sportstätte, zunehmend in den Vordergrund politischer und fachlicher Diskussionen. Sport ist ohne geeignete Räume nicht denkbar. Der wettkampfgebundene Sport benötigt auf allen Ebenen weitgehend genormte und z.T. spezialisierte Freiflächen, Anlagen und Hallen. Für den Wettkampf ungebundenen Sport sind diese Sporträume ebenfalls nutzbar. Zunehmend sind auch multifunktionale und qualitativ hochwertige Räume – ob gedeckt (indoor) oder ungedeckt (outdoor) – gefragt. Sportstätten bilden daher eine der wichtigsten Ressourcen der Sport- und damit vor allem der Vereins- und Mitgliederentwicklung. Deren Quantität und Qualität limitieren diese Entwicklung zugleich. Umgekehrt können Sporträume auch Katalysatoren der Sportentwicklung sein und eine zeitgemäße Vereinsentwicklung fördern. Sie bestimmen wesentlich den Wohnwert und Lebensqualität eines Gebietes und sind auch weiche Standortfaktoren.

Der Zustand der Sportstätten im Landkreis Greiz kann als gut eingeschätzt werden, da auch im vergangenem Jahr eine Vielzahl von Sportstätten durch die Kommunen sowie den Landkreis saniert wurden. Betrachtet man die Anzahl und die Größe der dem Vereinssport zur Verfügung stehenden Sportstätten, ist hier ein Fehlbedarf in einzelnen Kommunen festzustellen. Konkrete Aussagen dazu trifft der fortgeschriebene Sport- und Spielstätten-Rahmenleitplan des Landkreises Greiz, welcher vom Kreistag am 01.03.2005 beschlossen wurde.

Durch die Sportvereine konnten im Jahr 2014 insgesamt 8 Maßnahmen im Sportstättenbau realisiert werden.
Dies sind im Einzelnen:

  • Triebeser Fanfarenzug - 3. Bauabschnitt/ Ausbau Vereinshaus
  • Langenwolschendorfer Kickers - Sanierung des Vereinsheimes
  • ThSV Wünschendorf - Rekultivierung des Rasens des Fußballplatzes
  • Tennisclub Rot-Weiß Zeulenroda - Sanierung von 3 Tennisplätzen
  • SV 1924 Münchenbernsdorf - Ersatzneubau der Barriere des Sportplatzes
  • SG Kurtschau - Bau einer vollbiologischen Kleinkläranlage
  • Köstritzer Sportclub - Sanierung eines Tennisplatzes
  • SV Blau-Weiß Greiz - Bau einer Trainingsbeleuchtung für den Fußballplatz

Der finanzielle Gesamtumfang dieser Bauvorhaben betrug gerundet 207.000,- €. Leider blieben für weitere 5 angemeldete Projekte der Vereine eine Förderung durch den Landessportbund Thüringen aus. Die beachtenswerten Leistungen des selbst ver-walteten Sports dienen nicht nur der Verbesserung der Sportlandschaft, sondern auch der Verbesserung der Auftragslage des einheimischen Handwerks und des Mittelstandes.

Umwelt und Klimaschutz
                      

Die Belastungen von Luft, Wasser und Landschaft beeinträchtigen jedoch auch den gesundheitlichen Wert und die Attraktivität des Sports. Schon daher hat der Sport ein ureigenes Interesse, zur allgemeinen Umweltvorsorge beizutragen. Sportler befinden sich praktisch überall, sowohl in den Bergen, Tälern und
Ebenen, auf und in Gewässern des Landkreises, als auch in der Luft.
Dabei wirkt sich die sportliche Betätigung nicht nur auf die Umgebung aus (Lärm, Erosion, Verschmutzung), sondern beeinflusst auch die geschaffenen und noch zu schaffenden Infrastrukturen (Sportstätten, Verkehrswege) und nicht zuletzt den Ressourcenverbrauch der näheren und weiteren Umgebung.
Die zunehmend breitere Verflechtung des Sportes mit sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bereichen der Gesellschaft erfordert eine aktive Teilnahme von Sportvereinen an der Gestaltung des Verhältnisses von Sport und Umwelt sowie Natur, auch im Landkreis Greiz. Der organisierte Sport hat sich entsprechend seinem satzungsgemäßen Auftrag zum Schutz der Natur und der Umwelt zu einem auf Kreis- und Landesebene anerkannten Partner für die zuständigen staatlichen Institutionen und Naturschutzorganisationen und – verbänden entwickelt. Im vergangenen Zeitraum wurden im Rahmen von Investitionsvorhaben durch Vereine an ihren eigenen Sportstätten z. B. Wasser- und Energieeinsparungen (Sanierung Vereinsheim - Langenwolschendorfer Kickers und Fertigstellung Ausbau Vereinshaus - 1. Triebeser Fanfarenzug) vollzogen und Qualitätsverbesserungen des Abwassers (Bau einer vollbiologischen Kleinkläranlage - SG Kurtschau) durchgeführt.



Familie und Sport – Familiensport

Die Familie ist die Grundlage für unser Zusammenleben und für unsere Zukunft. Zugleich ist die Familie auf vielfältige Weise mit Bewegung, Sport und Spiel verbunden. Eine mit Spaß gelebte Gemeinschaft ist die Grundlage einer intakten Familie. Der Sport bietet die Möglichkeit zum gemeinsamen Erleben und
kann so positiven Einfluss auf das Zusammenleben in der Familie haben und die Erziehungskompetenz der Eltern stärken.
Sport für Familien im Verein bietet die Möglichkeit, dass alle am gleichen Ort, im gleichen Umfeld gemeinsam aktiv sein können. Hier können Generationen miteinander Sport treiben und dabei voneinander lernen. Beim Sport erleben alle Familienmitglieder wie wichtig Partnerschaft, Rücksichtnahme, Toleranz, Fairness und Respekt sind. Sie entwickeln ein gesundes Körper- und Selbstbewusstsein, das Lebensfreude vermittelt. Der familienwirksame Sport muss die Bedürfnisse und Wünsche von Familien ernst nehmen und versuchen herauszufinden, was der Sport für Familien leisten kann.
Denn für die Sportvereine ist und bleibt die Familie eine der wichtigsten Zielgruppen. Sie nutzen und gestalten nicht nur das sportliche Angebot der Vereine. Eltern und Großeltern übernehmen darüber hinaus vielfältige ehrenamtliche Aufgaben vor allem im Interesse der Kinder.
Zudem belegen diverse Studien, dass die Familie die wichtigste Instanz für die Sozialisation der Kinder zum Sporttreiben ist. Deshalb kommt es wichtig, noch mehr Familien für den Sport zu gewinnen und die Bedeutung von Sport und Bewegung in den Familien nachhaltig zu verankern. Mittels sportlicher Aktivität können wichtige Werte vermittelt und Kinder in ihrer physischen, psychischen und sozialen Entwicklung gefördert werden. Dabei können wir auf erfolgreiche Familiensportangebote, wie den durchgeführten Familiensporttag und das „Familiensportangebot am Sonntag“ des LAV Elstertal Bad Köstritz verweisen.
Diese erfreuen sich unter allen Beteiligten großer Beliebtheit. Weiterhin wurden speziell durch die Vereine regelmäßig Familienwanderungen bzw. Familienwandertage, Generationsturniere und Baby- und Kleinkinderschwimmen angeboten. Über das Angebot der Sportvereine hinaus gilt es, im Alltag der Familien und der Kindern wieder mehr Bewegungsanreize zu setzen. Gemeinsame sportliche Aktionen in der Familie oder auch das Bewusstsein, wieder mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad (statt mit dem Auto) zurückzulegen, sind mögliche Alltagsimpulse. Hier können die Sportvereine neben der Darstellung ihres Angebotes in Kooperationen mit Schulen und Kindergärten Bewusstsein für eine tägliche Bewegungszeit und Ideen für mehr Bewegung in der Familie liefern. Durch den demographischen Wandel sowie die Veränderungen des gesellschaftlichen Familienbildes erhält der Verein zudem höheres Gewicht als Begegnungsstätte der Generationen und als wichtiger Lebensraum bei der Bildung außerfamiliärer Netzwerke.
Aus diesem Grund wird die Arbeit zum Themenkomplex Familie zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen.



Internationale Sportbeziehungen- /Aufgaben
 

Die geknüpften Beziehungen des Kreissport-bundes und seiner Sportvereine nach West- und Osteuropa konnten vor allem in die Tschechische Republik (Region Pilsen) im vergangenen Jahr weiter gefestigt und ausgebaut werden. Allein im Jahr 2014 organisierten die Sportvereine über 40 Begegnungen, Sportfeste
und Turniere mit unseren tschechischen Partnern vor Ort oder nahmen an Veranstaltungen im Ausland teil. Von diesen wurden 4 Projekte sowie Begegnungen mit 94 Teilnehmern durch den Kreissportbund gefördert.
Eine schöne Tradition ist das seit vielen Jahrzehnten stattfindende „Bürgermeisterspiel“ im Fußball der Regionen Pilsen-Nord und des Landkreises Greiz. 2014 trafen sich die beiden Auswahlteams in Weida.
Das Freundschaftsspiel endete mit einem Sieg der Auswahl unseres Landkreises. Der seit vielen Jahren bestehende und gelebte Freundschaftsvertrag mit der Kreissportorganisation Pilsen-Nord hat Bestand und soll in diesem Jahr um weitere 2 Jahre verlängert werden. Diese Art des gegenseitigen Kennenlernens ist und bleibt die beste und effektivste Methode einer praktizierten Völkerverständigung unter dem Zeichen eines vereinten Europas.



Sportjugend

Die Sportjugend ist ein eigenständiger Jugendverband, jedoch integraler Bestandteil des Kreissportbundes Greiz. Der Vorsitzende der Sportjugend ist dadurch Mitglied im Vorstand. Die Sportjugend möchte mit ihren Projekten einen Beitrag leisten, vorhandene Potentiale hervorzuheben und weiterzuentwickeln.

Kinder- und Jugendarbeit als Bildungsangebot im Sport

„Bewegung macht schlau“. Bewegung ist die Nahrung unseres Gehirns. Für eine ganz-heitliche gesunde Entwicklung benötigen Kinder vor allem sportliche Aktivitäten. Lernen mit allen Sinnen und in der Bewegung führt zu komplexen Vernetzungen des Gehirns und steigert die geistige Leistungsfähigkeit.
Mit Sport und Bewegung leisten wir einen anerkannten Beitrag zur Bildung und Gesundheitsförderung aller Menschen, von Prävention bis Rehabilitation.
Sport kann aber auch zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft beitragen, da Bewegung und Sport niederschwellige Zugänge ermöglichen, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Schichten, mit Migrationshintergrund und körperlichen als auch psychischer Ein-schränkungen in unserer „Sportfamilie“ zu integrieren und zu vereinen. Die Sportjugend des Kreissportbundes Greiz e.V. sieht es als einen wichtigen Auftrag durch sportliche Bildungsangebote zum Sport zu motivieren, zu unterstützen und zu fördern.
Demgemäß liegen die Aufgaben der Sportjugend, neben der Betreuung der 6.356 Kinder und Jugendlichen bis 27 Jahre in den Sport-vereinen, in der Integration von Kindern und Jugendlichen in einem Verein, mit perspektivischer Nachhaltigkeit bis ins hohe Alter im Verein bleiben zu können. Auch erfreuen sich die Kinder und Jugendlichen des Landkreises Greiz an den von der Kreissportjugend angebotenen offenen Maßnahmen. Kinder und Jugendliche benötigen Optionsvielfalt und Wahlfreiheit in den Freizeitangeboten.
Dabei stellt die Kreissportjugend ein vielfältiges sportliches Angebot an die Heranwachsenden. Gewählt werden kann zwischen zahlreichen Freizeit- und Spaßturniere, erlebnispädagogischen Ange-boten und der nationalen als auch inter-nationalen Ferienfreizeit. Vor allem durch Maßnahmen und Angebote in der Gruppe erlangen die Kinder und Jugendlichen sowohl personale, soziale und kommunikative Kompetenzen als auch Handlungskompetenzen.
Kinder und Jugendliche schätzen soziale Akzeptanz und die Einbindung in eine Gruppe besonders positiv ein. Wir konstatieren aus unseren Erfahrungen, dass individuell erlebtes Wohlbefinden in einer Sportgruppe, im Freundeskreis oder bei Freizeiten, einen wesentlichen Beitrag zur individuellen Entwicklungsförderung unserer Kinder und Jugendlichen leisten. Demnach trägt die Sportjugend als Einrichtung der Jugendbildung einen bedeutenden Teil der Bildung junger Menschen bei. Der Erfolg der Sportjugend kann einerseits durch ein hohes Maß an Verantwortung, Empathie, Organisations-talent und Optimismus, andererseits nur durch die Unterstützungen und Kooperationen mit den Vereinen, Schulen, Kindergärten und Eltern verzeichnet werden. Letztlich ist auch die Fortschreibung des Jugendförderplanes unerlässliche Voraussetzung der qualitativen Jugendarbeit.

Aktuelle Projekte, öffentliche Veranstaltungen und Ferienfreizeiten

Das Bummisportfest war auch im letzten Jahr ein großes Spektakel. Unsere Kleinsten, die Vorschulkinder, erleben jährlich in 4 Städten das traditionelle Bummisportfest! Neben ihrem Ehrgeiz erfahren die Kinder vor allem Spaß und Freunde an der Bewegung und dabei entwickeln sie großen Kampf- und Teamgeist. Nicht zu unterschätzen sind die zugegen 1.000 jubelnden und anfeuernden Kinder, Geschwister, Erzieher und Eltern, die diese Veranstaltung zu einem Erlebnis vor dem Schuleintritt machen. Hervorzuheben ist, dass die Qualität der Leistungen der Kinder bei den Bummisportfesten über die Jahre hinweg kontinuierlich gesteigert wurde. Die Sportjugend erweiterte 2013/2014 ihre Angebote des Sportes in den 3 Sozialräumen. Die Veranstaltungsangebote der Kreissport-jugend und der Jugendsportkoordinatoren wurden in Zusammenarbeit mit den Vereinen organisiert und durchgeführt.

Zu den Höhenpunkten der Veranstaltungen 2014 können gezählt werden [u.a.]:

  • das Bolzplatztunier
  • die Sozialraum-Soccer-Tour mit 132 Teilnehmern
  • die Sport- und Freizeitwochen im Februar und Oktober mit vielfältigen Angeboten wie beispielsweise die Winterolympiade, Eislaufen, Kegeln, Klettern und Reiten
  • die Sommerferien vor Ort mit Aktivitäten wie beispielsweise: das Bogenschießen in Gera, das Kinderfest in Merkendorf, Spiel- und Spaß mit Aquabällen in Greiz und Weida, die Beachparty, Drachenboot-rennen und die Ferienabschlussparty in Ronneburg
  • das Sommerferienlager im Kiez Arendsee
  • die internationale Jugendbegegnung am Titisee mit französischen Kindern
  • der Jugendaktionstag mit 400 Teilnehmern in Greiz, der eine besondere Unterstützung durch die Greizer Vereine erhielt und gut besucht wurde
  • der Kindertag mit anderen Jugendvereinen in Greiz

Nach erfolgreicher Durchführung der Kreisjugendspiele kann die Abschlussveranstaltung, mit einem attraktiv – sportlich – spaßigen Rahmenprogramm, als ein würdiger Ausklang gesehen werden. Dabei konnte die Kreissportjugend aktive als auch nichtaktive Kinder und Jugendliche gewinnen und ihnen beste Chancen bezüglich ihrer Gesundheit, sozialen Integration und Fitness einräumen. Sport steht nicht nur für Fitness/Sportlichkeit, Respekt, Disziplin, Kraft und Integration. Es ist vielmehr, es fördert zum Einen die sozialen Kompetenzen wie Konflikt- und Kritikfähigkeit, Teamgeist, Toleranz und Kommunikationsfähigkeit, zum Anderen verleiht und stärkt es das Selbstwertgefühl, Wir-Gefühl, Freund-schaften, Anerkennung, die Konzentration, Verantwortungsübernahme und das allge-meines Wohlbefinden. Mit seinen über das bloße Sporttreiben hinausreichenden Ange-boten lehrt der Sport auch frühzeitig, besonders im jugendlichen Alter, im hohen Maße Führungskompetenzen.
Wer als Übungsleiter, Kampfrichter, Jungend-leiter oder Vorstandsmitglied eines Vereines in der Lage ist immer wieder Kinder und junge Erwachsene zu begeistern und zu leiten, der ist auch in der Lage Führungsaufgaben im beruflichen Leben durch Überzeugungskraft und Motivationsförderung zu bewältigen.

Ehrenamt

Was wären der Kreissportbund und die Vereine ohne das Ehrenamt? Einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung gesteckter Ziele der Sportjugend, leisten alle Vereine gemeinsam mit ihren Kindern und Jugendlichen, Übungsleitern, Kampfrichtern, Jugendleitern, ehrenamtlichen Helfern mit der Unter-stützung der Leitungen der Jugend- und Vereinsvorstände durch regelmäßige, auf-opferungsvolle und vor allem qualitative Kinder- und Jugendarbeit. Das Ehrenamt nimmt einen festen Bestandteil in der Vereinskultur der Sportjugend ein.
Jungen ehrenamtlichen Helfern wird eine Anerkennung ausgesprochen und ihr persönliches Engagement hoch geschätzt. Zur Würdigung des Ehrenamtes wurden Persönlichkeiten aus den Vereinsstrukturen für ihr Engagement anlässlich von Mitgliederversammlungen des Kreissportbundes, der Kreis-sportjugend und der Thüringer Sportjugend geehrt.
Darüber hinaus fand auch die Würdigung zu den Ehrenamtsveranstaltungen des Kreissportbundes, der Netzwerkstelle für Jugend-arbeit und der Landrätin des Landkreises Greiz statt. Wenn die Sportjugend auf das Jahr 2014 zurückblickt und die geleistete Arbeit reflektiert, kann mit Fug und Recht gesagt werden: „Wir haben gemeinsam etwas bewegt.              
Für alle Aufgaben gilt jedoch gleichermaßen, dass wir von einer gesicherten, stabilen Basis und einem gesundem Selbstvertrauen aus-gehen können“. Der Sport und seine Sportjugend genießen im Landkreis als gesellschaftliche Kraft eine hohe Anerkennung. Wir bewegen die Menschen, insbesondere die junge Generation und sie bewegen (sich mit) uns.