Kreissportbund Greiz zieht positive Jahresbilanz - 17.695 Mitglieder und jedes zweite Kind im Altersbereich 7-14 Jahre sind aktiv in einem Sportverein
Zur Mitgliederversammlung des Kreissportbundes am Freitag in der Schule an der Weida berichtete der KSB-Vorsitzende Uwe Jahn, in Anwesendheit von LSB- Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt, über die Arbeit des vergangenen Jahres sowie die Ziele und Aufgaben für 2011.
In den derzeit 194 Vereinen und 3 Kreisfachausschüsse vereint der Kreissportbund Greiz gegenwärtig 17.695 Vereinsmitgliedern, davon ca. 7.200 Kinder und Jugendliche im Alter bis 27 Jahren. Somit liegt der Organisationsgrad bei 16,3% zur Gesamtbevölkerung des Landkreises.
Positiv schätzt Uwe Jahn die Entwicklungsraten in den Altersbereichen 50 bis 70 und über 70 Jahren sowie bei den Frauen und Mädchen hervorzuheben.
Im weiblichen Bereich stiegen die Mitgliederzahlen von 6.298 auf 6.624.
Mit besonderem Stolz verkündete der Vorsitzende in seinem Bericht, dass mit einem Organisationsgrad von 48,0 % im Altersbereich 7-14 Jahren fast jedes zweite Kind im Landkreis Greiz in einem Sportverein einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgeht.
An der Gesamtzielsetzung eines Organisationsgrades von 17% aller Mitglieder zur Gesamtbevölkerung bis Ende 2012 will man weiter festhalten.
Der Optimismus zum Erreichen dieser Herausforderung basiert vor allem auf der konsequenten Umsetzung der Programme in den Bereichen des Kinder- und Jugendsports, des Gesundheitssports mit Prävention und Reha sowie Sport ab 50-zig/Sport der Älteren.
2010 war ebenfalls ein erfolgreiches Jahr für die Athletinnen und Athleten der Vereine. So wurden allein bei Thüringer Meisterschaften über 150 Medaillen errungen.
Als positiven Nebeneffekt der Erfolge bezeichnete Jahn, die Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Heimatkreises und des Vereins.
In diesem Zusammenhang verwies er auf die durch die Kreispolitik geschaffene Möglichkeit der Förderung von talentierten Kindern und Jugendlichen in Talentförderzentren des Landkreises Greiz. Derzeit gibt es 8 Talentförderzentren, die bis 2011 bestätigte wurde. Diese sind Ringen, Radsport, Tischtennis, Fechten, Fußball, Handball, Leichtathletik und Schwimmen.
Ebenfalls im Mittelpunkt seines Berichtes stand das ehrenamtliche Engagement, als tragende Kraft des Vereinssports
Ohne ihr Engagement, sei es als Vorstandsmitglied, Übungsleiter/Trainer, Kampf-, Preis- und Schiedsrichter oder Helfer, bewegt sich im Sport im Landkreis Greiz nichts.
Über 3.500 Ehrenamtliche, davon 1.500 Übungsleiter (600 mit DOSB Lizenz), wirken unermüdlich und schafften durch ihr Wirken im Jahr 2010 in unzähligen Stunden mittels sportlicher Bewegung, Integration, Gesundheit, Lebensfreude und Leistungsfähigkeit einen unschätzbaren Wert in unserem Landkreis betonte Uwe Jahn weiter. Jedoch ist dies wiederum unmittelbar mit der Bereitschaft zur Qualifikation, der Aus- und Fortbildung verbunden, so Jahn weiter Zu allererst gilt dies für den Übungs- und Trainer- sowie Jugendleiter. Deshalb wurde vorrangig das Augenmerk auf die Lizenzausbildung und die erforderliche Qualifizierung gerichtet.
Da die Wertschätzung des Ehrenamtes keine leeren Worte sind, folgte im Anschluss die Ehrung von 4 Frauen und Männern aus den Vereinen des Kreissportbundes.

v.l. Rolf Beilschmidt (LSB Hauptgeschäftsführer), Marion Böttcher (TC Chemie Greiz), Hannelore Rödel (TSV Langenwetzendorf), Günther Schmidt (FSV Berga), Klaus Grams (Wanderverein Greiz), Uwe Jahn (Vorsitzender KSB Greiz)
Kritisch sprach Uwe Jahn die seit Jahren beim Land Thüringen vorliegenden und nicht berücksichtigten Anmeldungen zur finanziellen Förderung für die Sanierung und den Bau von Kegelsportanlagen an, obwohl der bauliche und technische Zustand sowie der Fehlbedarf als sehr kritisch eingeschätzt werden muss. Einige Anlagen werden in nahe liegender Zeit keine Abnahme durch die Bahnprüfer des Deutschen Keglerverbandes erhalten, was den Wettkampfbetrieb zum Erliegen bringt.
Besonders bezog er sich auf die Anlagen und Standorte in Auma, Bad Köstritz und Zeulenroda.
Als verlässlichen Partner bezeichnete der Vorsitzende die Kreispolitik und die Kreisbehörde. Dabei richtete er den besonderen Dank an die Landrätin, Martina Schweinsburg für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und hilfreiche Unterstützung.
Die Bedeutung des Sports für den Landkreis Greiz stelle Steffen Weber, Amtsleiter Zentrale Verwaltung, Schule, Kultur, Sport des Landratsamtes Greiz heraus, der im Auftrag der Landrätin ein Grußwort an die Anwesenden richtete. Im Gebäck hatte er einen Bescheid über 28.150 € zur Förderung des Vereinssports, die der Kreissportbund über die Zuwendungsordnung vollzieht. In diesem Zusammenhang informierte er über die Entscheidung der Kreis- Kultur- und Sport-Stiftung, die in diesem Jahr erstmals finanzielle Mittel ausgeschüttet hat. Hier erhält der Kreissportbund weitere 15.900 € für die Absicherung der Vereinsberatung und für eigene Kleinprojekte.
Als einen wesentlichen Aspekt der Förderung und Anerkennung der Leistungen des Sports hob Weber die unentgeltliche Nutzung der kreiseigenen Sportstätten für den Übungs-, Trainingsbetrieb und in bestimmten Ausnahmen auch für den Wettkampfbetrieb heraus.
Rolf Beischmidt hob in seinen Ausführungen hervor, dass der KSB Greiz ein verlässlicher Partner in der Thüringer Sportfamilie ist. Er forderte die Mitglieder auf, sich den Herausforderungen des demografischen Wandels zu stellen und die Sportvereine entsprechend modern zu gestalten. Das Bedürfnis sich sportlich zu betätigen, zeigte sich in der Mitgliederstatistik vor allem bei der Generation 50+.
Er verwies in seinen Worten auf die Wichtigkeit und hohe Bedeutung des Kinder- und Jugendsports in den Vereinen.
Die Vorsitzende der Kreissportjugend, Corinna Fink, erläuterte, dass ein wesentlicher Schwerpunkt der Zusammenarbeit von Vereinen, Kindertagesstätten, Schulen und Schulträgern die Kooperationsvereinbarungen zur Sicherung von bewegten Angeboten für Kinder und Jugendliche mit dem Ziel der Nachhaltigkeit waren. So gab es im vergangenen Zeitraum 84 Kooperationsvereinbarungen und in diesem Jahr sind es 105 Vereinbarungen. Hinzu kommen viele Maßnahmen der Schuljugendarbeit in den Regelschulen sowie die Übernahme von sportlichen Angeboten in unserem Modellprojekt Kommunalisierung der Horte.
Besonders stellte sie die Notwendigkeit der überfachlichen Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen heraus, die künftig noch mehr an Bedeutung, vor allem bei den 15 – 26 Jährigen, gewinnen wird. Ansatzpunkte hierfür bilden die jährlich zentral organisierten Sport- und Freizeitwochen in den Frühjahrs- und Herbstferien und Ferienfreizeiten in den Winter- und Sommerferien.
Wesentliche Beschlüsse zur Mitgliederversammlung waren der Abschluss des Haushaltes 2010, der Haushalt 2011 mit den Fördereckdaten der Vereinsförderung, die Entlastung des Vorstandes sowie die Einberufung des Kreissporttages 2012 für den 05. Mai nächsten Jahres.


